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| Frühere Werkswohnung und Dienstgebäude |
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Die Stadtwerke Buchen als städtischer Eigenbetrieb sind entstanden aus dem Zusammenschluss verschiedener Unternehmen,
die alle ein Ziel hatten: Ohne diese Dienstleistungen wäre die moderne Industriegesellschaft undenkbar. Die Geschichte dieser übernommenen, kommunalen Aufgaben umfasst einen langen Zeitraum. Sie soll in einem kurzen Überblick gewürdigt werden.
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| Altes Gaswerk mit Gaskessel |
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Die Vorzüge von Gas als bequeme und saubere Energiequelle waren schon im 19. Jhd. bekannt. Der Buchener Gemeinderat beschloß bereits 1904 eine Gasanstalt zu bauen, die am 4. Oktober 1905 in Betrieb genommen wurde. Viele öffentliche Gebäude und private Haushalte konnten an das immer weiter ausgebaute Rohrnetz angeschlossen werden. Die bis 1905 mit Petroleum betriebene Straßenbeleuchtung wurde durch gusseiserne Gaslaternen ersetzt. Noch heute wird dieses Modell mit der Bezeichnung "Alte Buchener Leuchte" verwendet. Bis 1934 war der Betrieb verpachtet, seitdem wird er von der Stadt in Eigenregie geführt. Das Gas wurde vor Ort aus Kohle gewonnen. Die Umstellung auf Flüssiggas erfolgte 1962. Seit 1983 wird die Versorgung mit Erdgas von der Rhein-Neckar AG, Mannheim sichergestellt.
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| Neue Stromübergabestation |
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Die Elektrizität ist die jüngste der Energiequellen. Infolge der Kriegszeit und besonderer vertraglicher Bindungen konnte der 1917 vorgesehene Ausbau erst in den Jahren 1922/23 erfolgen. Ab 1934 übernahm die Stadt die Stromversorgung; von da an wird der Strom vom Badenwerk, heute "Energie Baden-Württemberg (EnBW)", bis zur Übergabestation geliefert und von den Stadtwerken in eigenen Trafoanlagen für das Ortsnetz umgewandelt. Heute ist das Stromnetz flächendeckend ausgebaut, da diese Energiequelle aus dem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken ist. Selbst die alte Buchener Gaslaterne ist "elektrifiziert".
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| Früherer Waschbrunnen am Lohplatz |
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Die Versorgung der Menschen in Stadt und Land mit Wasser für Haushalt und Gewerbe war schon immer eine der wichtigsten Aufgaben jeden Gemeinwesens. Die früher üblichen Brunnen waren aber abhängig von Witterung, Grundwasserstand und allgemeiner Hygiene; häufig hören wir in der Vergangenheit von Dürreperioden mit Wassermangel und Seuchen. Bis Ausgang des 19. Jh. mußte der Wasserbedarf in Buchen durch Pump- und Schöpfbrunnen aus nahen Quellen gedeckt werden. Lediglich zum Marktplatz führte eine Leitung aus dem Hettingertal in durchbohrten Eichenstämmen und Steinquadem. Zunehmende Wassernot, starke Verschmutzung und steigender Bedarf veranlasste 1893 die Stadtväter zum Bau einer zentralen Versorgungsleitung mit Vorratsbehälter (1907 Druckerhöhung mit Pumphaus und Hochbehälter). Ab 1967 lieferte die "Nächst-Quelle" in Götzingen das "kostbare Nass", bis deren Qualitätsverschlechterung zur Entscheidung für den Fernwasseranschluss führte. Heute ist die Stadt überwiegend mit Femwasser versorgt; einige Ortsteile mit Quellwasser aus der Umgebung. Die Qualitätskontrolle spielte immer eine große Rolle; hatte doch die Typhus-Epidemie 1942/43 gezeigt, wie abhängig die Menschen von sauberem Trinkwasser sind.
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| Neubau der Stadtwerke (1999) |
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Der Neubau der Stadtwerke stellt den Beginn einer neuen Ära in der Buchener Energieversorgung dar. Existierten die neuen Stadtwerke Anfang 1998 nur im Modell, dauerte es vom ersten Spatenstich am 2. März 1998 bis zur Fertigstellung nur noch 9 Monate. Auf dem fast 11.000 qm großen Areal sind auf 1.800 qm Fläche das Verwaltungsgebäude und die Werk- und Lagerhallen innerhalb von 9 Monaten entstanden. Trotz dieser kurzen Bauzeit konnten die geplanten Investitionen um mehr als 75.000 € unterschritten werden. Die moderne Architektur und die gläserne Rotunde gewähren dem Besucher auf Anhieb einen weiten Einblick auf die Ausstellungs-, Seminar- und Präsentationsfläche der Stadtwerke. Die praktisch ausgerichtete Struktur der Räumlichkeiten bietet auch auf lange Sicht flexible, den technischen Bedürfnissen anzupassende Raumkonfigurationen. Die Ständerbauweise ermöglicht es bei Bedarf die Räumlichkeiten relativ einfach neu aufzuteilen.
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