Solarenergie - Energie von einem anderen Stern
Solartechnik kann heute überall im Gebäude eingesetzt werden, wo
Wärme benötigt wird - sei es für die Stromerzeugung, Warmwasserbereitung
oder zum Heizen. In jedem Fall muss die Solaranlage in das bestehende System
eingebunden und in der Regel an das Warmwasser- und Heizsystem angeschlossen
werden. Es gibt verschiedene Einbindungsmöglichkeiten:
- Nachrüstung einer solaren Warmwasserbereitung, unter Nutzung vorhandener
Warmwasserspeicher
- Systeme mit nachgeschaltetem Durchlauferhitzer oder
- Kombination (Elektro- und Gasdurchlauferhitzer oder Kombithermen und Kombiwandheizkessel)
Eine Solaranlage besteht aus vier Hauptbauteilen: Dem Kollektor, dem Warmwasserspeicher,
der Regelung und der Sicherheitsgruppe (Pumpen, Armaturen).
Das Prinzip:
Im Wärmeträgerkreislauf wird die Solarwärme vom Kollektor in
den Speicher transportiert. Der Kollektor enthält den Absorber, der die
einfallenden Sonnenstrahlen in Wärme umwandelt.
Bei Flachkollektoren befindet sich der Absorber in einem wärmegedämmten
Kasten, der von oben mit einer hagelsicheren Solarglasscheibe abgedeckt ist.
Bei Vakuumröhrenkollektoren ist der Absorber in Solarglasröhren eingebracht,
in denen die Wärmeverluste durch ein Vakuum stark reduziert sind. Der Solarregler
sorgt dafür, dass die Anlage läuft, wenn genügend Strahlung auf
den Kollektor trifft.
Je nach Bauform des Solarspeichers kann die Solarwärme allein zur Trinkwassererwärmung
oder auch zur Raumheizungsunterstützung verwendet werden.
Die Planung:
Wenden Sie sich an uns oder lassen Sie sich von einem eingetragenen Fachbetrieb
dabei unterstützen. Eine richtig dimensionierte Anlage ist die beste Gewähr
für einen zufriedenstellenden Betrieb. Der Trinkwasserbedarf ist stark
von Ihren Lebensgewohnheiten abhängig. Die Planungen sollten Ihren individuellen
Bedarf unbedingt berücksichtigen.
Strahlungsbedingungen in Deutschland:
In ganz Deutschland strahlt die Sonne bei klarem Wetter mit einer Leistung
von etwa 1000 W/qm.
Über das Jahr treffen so etwa 1000 kWh Sonnenergie auf einen Quadratmeter
auf. Diese Zahlen variieren nur leicht: In Hamburg sind es z. B. 940 kWh/qm,
in München 1.076 kWh/qm.
Laut Auskunft der Wetterstation Weiden liegt das langfristige Mittel der Sonneneinstrahlung
der letzten 30 Jahre bei 1574 Stunden pro Jahr.
Die Ausrichtung der Kollektoren:
Ein Sonnenkollektor kann auf (fast) allen Häusern installiert werden.
Den größten Ertrag bringt der Kollektor, wenn er Richtung Süden,
in einem Anstellwinkel von 40 bis 50 Grad aufgestellt wird. Steht er flacher
oder steiler, reduziert sich der Ertrag nur wenig. Eine Ausrichtung nach Südwest
oder Südost reduziert den Ertrag um weniger als 10 %, nach Ost oder West
um etwa 20 %. Auf eine möglichst verschattungsfreie Aufstellung sollte
selbstverständlich geachtet werden. Im Winter ist die Energiegewinnung
einer Solaranlage deutlich vermindert. Dann kommt hauptsächlich der Heizkessel
zum Einsatz. Über das Jahr gerechnet ergibt sich ein Solaranteil an der
Trinkwassererwärmung von etwa 60 %. Solaranlagen, die auch die Raumheizung
unterstützen, können bei gut gedämmten Häusern bis zu 25
% des Gesamtwärmebedarfs für Trinkwasser und Heizung durch Solarenergie
decken.
Warum eine Solaranlage?
- Solarwärme ist umweltfreundlich.
- Sie ist eine absolut saubere Energieform und ein sichtbares Zeichen für
Umweltengagement.
- Eine Solaranlage liefert in Deutschland genug Energie, um 100 % des Warmwasserbedarfs
von Mai bis September zu decken (im Jahresdurchschnitt 50 - 70 % - im Sommer
kann der Heizkessel ausgeschaltet werden).
- Solarwärme macht mittel- und langfristig ein Stück weit unabhängig
von
Energiepreiserhöhungen.
- Solarwärme hilft, begrenzte fossile Brennstoffe einzusparen.
- Solarwärme ist die einfachste Form, die kostenlose Sonnenenergie effizient
zu nutzen.
- Eine Solarwärmeanlage trägt zur Wertsteigerung des Hauses bei.
- Solarwärme ist ein Lebensgefühl: Beim Duschen oder Baden erlebt
man die Kraft der Sonne.
- Solarwärme ist die Energie der Zukunft. Sauber und unerschöpflich
- Energie vom anderen Stern!